»Was für ein schöner starker Roman! Jeder Satz gestochen scharf, radikal gut, temporeich und verhalten emotional.« der divan (Berlin)

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Ruth spielt Geige und hat Angst vor Vampiren. Sie wächst in einem Pfarrhaus in der ostdeutschen Pampa auf. Aber Gott ist kein Parteisekretär, um dessen Schutz man buhlen könnte. Ihr bester Freund Viktor hat einen Mondglobus und Falten im Gesicht. Er fürchtet sich nur vor seinem Scheißschwager. Aber dann findet er diesen Schalter in seinem Kopf, um rein gar nichts zu empfinden. Und wird selbst zum Fürchten.
Was Gewalt bedeutet, wissen sie beide. Hier, wo der Braunkohleabbau ganze Dörfer und Wälder verschlingt, hilft man sich am besten selbst. Viktor macht jeden Tag Sit-ups und rasiert sich eine Glatze. Dass einer wie er als Au-Pair nach Frankreich geht, versteht niemand. Doch für Viktor ist es überall besser als zu Hause. Und Ruth? Die flüchtet sich ins Geigenspiel.
Wohin es die beiden auch verschlägt, überall werden sie von Gewalt eingeholt. Wann also schaut Ruth von ihrer Geige auf? Und vor allem: Wie rettet man einander?

Monster wie wir ist der erste Roman der gefeierten Dichterin und Klangkünstlerin Ulrike Almut Sandig. In funkelnder Prosa voll harter Beats schildert sie ihre Generation, geprägt von Um- und Aufbruch, von Identitätsverlust und der Suche nach Selbstbestimmung.

Der Roman erscheint am 21. Juli.
Mehr Infos hier.
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Oder natürlich in der Buchhandlung um die Ecke.

Ulrike Almut Sandig feat. Friedrich Hölderlin in „Leuchtende Schafe“ (Poetryfilm)

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„Die Natur ist jetzt mit Waffenklang erwacht …“ Dieser Kurzfilm ist Teil der neuen Daueraustellung im Hölderlinturm Tübingen, aber für alle, die da nicht hinkönnen (also im Moment ALLE), steht er jetzt auch auf meinem Kanal. Er basiert auf dem späten, unvollendeten Hölderlin-Gedicht „Wie wenn am Feiertage …“, hier gesprochen von seinem akustischen Avatar. Hä? Hört und schaut selbst. Film von Sascha Conrad, Musik und Text von mir. Happy (belated) birthday & sleep tight, Friedrich Hölderlin.

New clip out by Landschaft – Test Test

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Nach einem Gedicht aus „ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt“ (Schöffling 2016)

The film artists Beate Kunath & Eléonore Roedel [bi:kei] productions have designed some very fine visuals for our live concerts. We liked them so much that we put them online for you to watch and listen. Enjoy the verses & beatz!

Order CD / Listen & Download online / Landschaft on YoutubeLandschaft on Facebook

den Rettungsschiffen vor der italienischen Küste gewidmet

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folge den Aufforderungen: nimm teil.

sei Teil eines Rauschens. sei hörbare Regung im Sendegebiet.

sei das Kreiseln eines Schiffes unter den Satelliten.

breite die Arme weit aus. sei Open Arms. halte Position.

halte diese Position. halte diese Position aus.

benutz deine Hände. teil Trinkwasser aus, Formulare und Trost.

teil mit offenen Händen den Strand deiner Kindheitsurlaube.

teil, was dir zwischen den Fingern zerrinnt. teil, was du nicht hast.

halt ab die Springer vom Springen. halt Kindern die Hände.

nimm sanft der Mutter ihr Kind aus dem Schoß. verstau es im Kühlfach.

halt kurz die Hand vors Gesicht. geh wieder in Position.

halt Menschenrecht vor Gesetz. das Geheul der Sirenen halt aus.

hol dir Rat von den Ratlosen. hör den Ertrunkenen zu.

hör nicht auf die Stimme in deinem Kopf, die sagt: streiche die Segel.

schwanke vor Lampedusa. glaub ihnen nicht.

leiste den Aufforderungen nicht Folge:

auf keinen Hafen nehmt Kurs. steuert nicht an.

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