«sag: leuchtende Schafe. leuchtende Schafe. / leuchtende Schafe, Friedrich. // und jetzt schlafe / ein.»

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 «Die Allerschaffende wieder: Ulrike Almut Sandig, Dichterin, Erzählerin, Vortrags-, Klang- und Videokünstlerin [Anm. d. Autorin: Videos von Sascha Conrad / Poesiekollektiv Landschaft], hat zwei Jahre nach ihrem ersten Roman Monster wie wir und sechs Jahre nach ihrem letzten Lyrikband eine neue Sammlung von Gedichten vorgelegt. Zwiesprachen, Anrufungen, Sprachbilder, die auch auf den Seiten gesetzt Grafiken ergeben, ganze Zyklen von Gesängen finden sich in Leuchtende Schafe. Und als wäre das noch nicht genug, erfährt der Band eine Ausweitung in einigen Videos im Netz, auf denen sich die Dichterin als Performerin zeigt, die ihre Texte illustriert, illuminiert, konterkariert. […] Es liegt ein Zauber in ihnen, ein Gegenzauber vielleicht. Sprachvertrauen. […] Ulrike Almut Sandigs Dichtkunst schenkt ihren Lesern Freiheit.» Fridtjof Küchemann, F.A.Z.

Diary // Mit dem Poesiekollektiv Landschaft in Oxford gewesen.

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Poesiekollektiv Landschaft auf Instagram // bei Schöffling & Co. // auf Bandcamp // auf Facebook

Oktober 2022 // Oxford! Du warst Paralleluniversum. Das Wild in Deinen Parks, der Heißluftballon darüber, wir waren hier, das Poesiekollektiv Landschaft mit einem gut besuchten Konzert in der Old Fire Station, Oxford, und dann Deine vielen Türen, Talare und jahrhundertealte Teppiche, über die wir mit meiner liebsten Übersetzern Karen Leeder – neuer Inhaberin des Taylor-Schwartz-Chairs am Queens College – gingen, Karens Antrittsvorlesung über Durs Grünbein und die Zerstörung Dresdens, und dann wieder Türen, formal Dinner, zu dem Sascha Conrad sich eigens einen Anzug gekauft hatte, aber der hatte sich doch gelohnt, oder is poetry an obstacle? Ein obstacle immerhin der Übungsalarm im Queens College, in dem Grigory Semenchuk schlief, und wie er dem Sicherheitsbeamten sagte: I am Ukrainian, I have plenty of exercise already. Can I please go back to my bed? Oxford, wie Du so heil wirkst im Vergleich zur wunden Welt. Und ich so im Gespräch mit einem Pathologen, der Gottfried Benn nicht kannte, über Philip Larkin und die bescheidene Verhältnismäßigkeit des eigenen Wissens, und ich noch so mit den schüchternen Augen der Jugendlichen in unseren Poetryworkshops im Herzen, und wie sie sich, kaum offen, wie Blütenkelche am Abend wieder verschlossen hatten, weil eine Lehrerin den Raum betreten hatte. Oxford! Dass man Mut braucht fürs Lernen, fürs Wachsenwollen. Oxford! Ich bin dann mal weg, sitzen schon im Heißluftballon, okay nein, im Flieger. Kommen wieder.

We don’t even own our words for despair.

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In diesem Frühjahr 2022 habe ich mit der walisisch-indischen Dichterin Tishani Doshi ein Gedicht geschrieben. Es thematisiert die Gräueltaten an Frauen und Kindern in Bucha und vielen anderen Orten in der Ukraine. Für seine filmische Umsetzung durch das Poesiekollektiv Landschaft (mit Maria Shubhyk) habe ich auf meinem Youtubekanal eine Altersbeschränkung eingestellt, weswegen es nur dort und unter vorheriger Anmeldung zu sehen ist. Siehe Link unter dem Gedicht.

If you could choose to disappear slowly or fast,

be a mountain softened by tides,
a landmine of time, until nothing of you
is left but a pebble in a pup’s mouth.

If we could convince each other
we were not alone, that there were footsteps
that followed at a distance,
that everything we touch exists
because we speak their name,

would we still own more than what’s in
our jaws? Mine is empty today. I am Eve,
the kid of a goddess with wave-permed hair,
who taught me to keep a low profile if
I want to be safe here. Be soft, dear.

Today, I am not Ewa in Bucha who was shot
in the mouth after being raped for hours
before the eyes of her youngest. I swallow
the bullet I didn’t receive and laugh as if
I had been in a film shoot of sorts. 

We don’t even own our words for despair.
All we have are the traces we follow.
They disappear fast. In dust, in snow.

Zum Video bitte hier klicken.

Leuchtende Schafe. Gedichte. Jetzt. Erschienen bei Schöffling & Co.

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„Feinfühlig wird die geistige Situation einer Zeit wahrgenommen, in der so vieles, was als Erhellung des Horizonts gelten konnte, tausendmal zerlegt und negiert worden ist. Wir lesen hier aber von einer Verteidigung des Bestands der Sprache, deren Standfestigkeit niemand in Frage stellen soll, und die keinen Wortverdrehern in die schmutzigen Hände fallen darf.“ Eberhard Geisler, Frankfurter Rundschau 

»Ulrike Almut Sandig ist Schriftstellerin, und zwar eine der in der Form wandlungsfähigsten und vielfältigsten, die die deutschsprachige Gegenwarts-literatur derzeit hat.« Christoph Schröder, Laudatio für den Roswitha-Literaturpreis 2021

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Am Anfang war das Licht, oder doch die Lumières? Von der Erschaffung der Welt ist es in ihrem neuen Gedichtband nur ein »Feuer, Erde, Wasser, Sprung« zur Sinfonie der Berliner Großstadt. Dort gilt es, Position zu halten vor Lampedusa, Nein zu sagen zum Kühlschranklicht und zu Deutschland als befristetem Aufenthalt. Dienen uns leuchtende Schafe als Nachtspeicher für finstere Stunden, wenn wir uns fürchten vor Gott als Turnlehrer mit Trillerpfeife, Müttern mit Augen wie Kakao oder der Staatenbildung unserer Selbst?

»Leuchtende Schafe« erscheint am 1. März 2022 bei Schöffling & Co. Hardcover, mit beigelegtem Plakat, dem ein Song innewohnt. Für weitere Infos bitte hier klicken.

Poetryfilm #3/2021 Wir waren hier

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Eine schwarzmagische Hymne auf Liebe und Komplizenschaft, frei von patriarchalen Strukturen. Inspiriert von einer Ballade von Annette von Droste-Hülshoff. Eine Produktion vom Poesiekollektiv Landschaft für das Droste Festival 2021, Münster (D).

Hit this line for more Landschaft.

Gedicht, Vocals & Starring Ulrike Almut Sandig
Instrumentals & Starring Grigory Semenchuk
Dress Design Estefania Conrad @psychartistin
Light poem in 01:10 min by Robert Montgomery.
Audio Production Klangkosmonauten Berlin (D) & Shpytal Records (UA) Video Production Sascha Conrad https://landschaft.bandcamp.com

Poetryfilm #2/2021 In die Natur

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In Form eines klingenden Anagramms setzt sich dieser Poetryfilm mit den steigenden Pegeln der Weltmeere auseinander. Stop climate change now.

Eine Produktion von Sascha Conrad, Ulrike Almut Sandig & Grigory Semenchuk aka Poesiekollektiv Landschaft für das internationale Poesiefestival Poetry on the Road in Bremen.