Mensch

Ulrike Almut Sandig lebt als Schriftstellerin und Performerin in Berlin. Ihre ersten Gedichte veröffentlichte sie auf Gratispostkarten und Plakaten am Straßenrand. Seit 2005 erschienen zahlreiche Bände mit Lyrik & Erzählungen, Nachdichtungen aus dem Ukrainischen & Englischen, Musikalben, Hörspiele & Hörbücher. Aus dem Ukrainischen übersetzte sie – oft im Tandem mit Claudia Dathe – ukrainische Poesie. Ihre deutsche Gesangsfassung der ukrainischen Nationalhymne wurde 2022 in Bonn uraufgeführt.
Über ihr viel beachtetes Romandebüt Monster wie wir (2020) schrieb die F.A.Z.: »Ulrike Almut Sandig wahrt mit ihrem Roman Monster wie wir subtil die Balance zwischen Poesie und Horror.« 2026 erschien ihr Roman Im Orkan als Buch und Hörbuch, eingesprochen von der Autorin.
Ihre Poesie trägt Sandig in enger Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus der ganzen Welt vor. Als Frontfrau des deutsch-ukrainischen Poesiekollektivs Landschaft bringt sie Gedichte in einer berauschenden Fusion aus loopbasierten Electronics, Versen und Visuals zum Tanzen. Nach ihrem Debutalbum Landschaft (2018) und zahlreichen Single Releases folgt 2026 ihr Vinylalbum Holos (noch nicht erschienen).
Ulrike Almut Sandig wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Erich-Loest-Preis 2021 und dem Robert-Gernhardt-Preis 2023. Sie ist Mitglied des Netzwerk Lyrik, der europäischen Poesie-Plattform Versopolis, Gründungsmitglied des P.E.N. Berlin und singt im queeren klassischen Kammerchor Amaryllis.

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Meinung

»Die 1979 im sächsischen Großenhain geborene Autorin ist ein Tausendsassa; auf dem Experimentierfeld der Sprache probiert sie jede mögliche Ausdrucksform aus und schreitet die Echoräume des Wörterklangs weit aus. (…) Berührungsängste kennt Ulrike Almut Sandig nicht, sie will nahe heran an die Wirklichkeit: Ich bin die Jägerin auf freier Flur. Sie kennt keine Tabus, sie sprengt und springt in die Realität, die sich allerdings ebenso flugs in Träume und Wahnbildern auflösen kann. Frankfurter Allgemeine Zeitung

Über »Im Orkan«

Ulrike Almut Sandig bringt einen frischen Wind in die Gegenwartsliteratur. Sie ist Kraftspenderin für die Kriegszeit in der Ukraine.« FAZ

»Ulrike Almut Sandig hat eine eigene Antwort gefunden, auf die Frage, wie von Deutschland aus über den Angriffskrieg gegen die Ukraine geschrieben werden kann.« Judith Heitkamp / Bayern 2 „Das Büchermagazin“

»Ich habe bei diesem Buch wieder den sehr starken Eindruck gehabt, dass dieses Buch lebt, das es pulsiert in der Sprache [. . .].« Christoph Schröder / 3sat

»Eine literarische Bearbeitung des Angriffskriegs in der Ukraine.« Catherine Mundt / hr2 Kultur

»Einen Preis nach dem anderen hat [Ulrike Almut Sandig] in den letzten Jahren bekommen, für ihre Lyrik, ihre Prosa und ich vermute, dass bald die nächste Auszeichnung ansteht für dieses neue, wirklich famose, fulminante Buch.« Joachim Scholl / Deutschlandfunk Kultur Lesart

»Sandig erzählt mit poetischer Genauigkeit über den Zustand kollektiver Verunsicherung.« Yara Hoffmann / MDR artour

»[Ulrike Almut Sandig hat] eine so schöne und ganz eigene Sprache. Die ist […] poetisch, die ist kraftvoll, die ist zart, aber die ist auch [. . .] an genau den richtigen Stellen wieder total klar. Und gleichzeitig [ist sie] aber immer so nah dran an den Menschen, an den Brüchen, an dem was politisch und auch gesellschaftlich in unser Leben reinwirkt.« Yara Hoffmann / MDR Kultur

»Ganz tolles Buch!« Ludwig Lohmann / „blauschwarzberlin“ – Der Literaturpodcast

Über »Leuchtende Schafe«

»Es liegt ein Zauber in ihnen, ein Gegenzauber vielleicht. Sprachvertrauen.« Fridtjof Küchemann, F.A.Z.

»Wir lesen hier aber von einer Verteidigung des Bestands der Sprache, deren Standfestigkeit niemand in Frage stellen soll, und die keinen Wortverdrehern in die schmutzigen Hände fallen darf.« Eberhard Geisler, Frankfurter Rundschau 

»Das muss eine erst einmal schaffen, dass sie Elogen auf Maria schreibt, die nicht aus der Zeit gefallen wirken. (…) Dazu erweist sich Sandig sich als kulturhistorisch versiert, wenn sie von Marien-Bildnissen ausgehend Fantasien über eine eigenwillige Frau entwickelt. Der Zugang ist nicht historisierend, Maria wird auch nicht in eine Gegenwart gezwängt, die ihr nicht passt, sie steht als Wesen über den Zeiten – und das geschieht nicht ohne Witz.« Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten

»Ulrike Almut Sandig [reist] durch die Zeiten, sammelt Impulse für ihr ›Spiel mit den Wörtern‹ und reibt sich mit der ihr eigenen Experimentier- und Sprachlust variantenreich an den Diskursen unserer Gegenwart.«
Monika Vasik, Die Presse

Über »Monster wie wir«

»Ulrike Almut Sandig wahrt mit ihrem Roman »Monster wie wir« subtil die Balance zwischen Poesie und Horror.« Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Sandig hat eine Bildwelt und ein Vokabular gefunden, dass assoziativ ist und den Opfern ihre Würde lässt.« Christoph Schröder, Deutschlandfunk Büchermarkt

»Die Dichterin hat viel zu erzählen, und sie kann es auch – wie ihr fulminantes Romandebüt zeigt.« Carsten Otte, taz.de

»Monster wie wir ist ein sprachgewaltiger Roman, der auf sensible wie eindrucksvolle Weise von Gewalt erzählt – und davon, wie sie nachwirkt.«
Timo Dallmann, MDR Kultur

»Einer der bisher interessantesten Romane dieses Bücherherbstes« Jan Drees, DLF Büchermarkt

»Was für ein schöner starker Roman! Jeder Satz gestochen scharf, radikal gut, temporeich und verhalten emotional.« Jacqueline Masuck, der divan in Berlin

Über Poesiekollektiv Landschaft

»Im Sprechgesang tragen sie über Klangflächen, Bässen, Beats ihre Verse vor, seiner tiefen Stimme antwortet ihr heller Klang, changierend zwischen harter Deklamation und verschwimmenden Melodien. (…) Die beiden schaffen etwas Heiteres, sie beschwören Heimat, um von einer anderen zu hören, um das Mit-Sich-Sein zu verkleinern.« Süddeutsche Zeitung

»Lyrik gilt für viele als gestrig. Doch wenn Sandig mit ihrem Kollegen Grigory Semenchuk auf der Bühne steht, klingen die Gedichte plötzlich wie aus einem Berliner Szeneclub.« Deutsche Welle

»ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt« Gedichte

»Ulrike Almut Sandigs neues Buch — das mit dem langen Titel, den sich keiner auswendig merken wird – ist super.« Stefan Schmitzer, Fixpoetry


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