Allgemein

Wir lesen vor. Am 04.04. im Literarischen Colloquium Berlin.

Mit diesen freundlichen Menschen hier habe ich im letzten Herbst an meinem nächsten Buch gearbeitet. (Es geht um Erzählungen, sie kommen im März 2015 heraus. Aber pst.) Es sind die Teilnehmer der Prosawerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin, v.l.n.r.: Maxi Obexer, Hanna Lemke, Lisa-Maria Seydlitz, Thorsten Dönges (Leiter), Nellja Veremej, Roman Widder, Carsten Kluth, Ulrike Draesner (Leiterin), Florian Scheibe, Andreas Martin Widmann und Tobias Schwartz. Die Lustige mit dem Hut bin ich.

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Die Demokratie verteidigen im Digitalen Zeitalter

Im Folgenden findet ihr die deutsche Fassung des internationalen Appells einer kleinen Gruppe von Schriftstellern und Schriftstellerinnen: „Writers Against Mass Surveillance“. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Arundhati Roy, Orhan Pamuk, Margaret Atwood und T.C. Boyle. Wer diesen Appell unterstützen möchte, kann das auf der Petitions-Plattform change.org tun.

„In den vergangenen Monaten ist ans Licht gekommen, in welch ungeheurem Ausmaß wir alle überwacht werden. Mit ein paar Maus-Klicks können Staaten unsere Mobiltelefone, unsere E-Mails, unsere sozialen Netzwerke und die von uns besuchten Internet-Seiten ausspähen. Sie haben Zugang zu unseren politischen Überzeugungen und Aktivitäten, und sie können, zusammen mit kommerziellen Internet-Anbietern, unser gesamtes Verhalten, nicht nur unser Konsumverhalten, vorhersagen.

Eine der tragenden Säulen der Demokratie ist die Unverletzlichkeit des Individuums. Doch die Würde des Menschen geht über seine Körpergrenze hinaus. Alle Menschen haben das Recht, in ihren Gedanken und Privaträumen, in ihren Briefen und Gesprächen frei und unbeobachtet zu bleiben.

Dieses existentielle Menschenrecht ist inzwischen null und nichtig, weil Staaten und Konzerne die technologischen Entwicklungen zum Zwecke der Überwachung massiv missbrauchen.

Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr. Deshalb müssen unsere demokratischen Grundrechte in der virtuellen Welt ebenso durchgesetzt werden wie in der realen.
* Überwachung verletzt die Privatsphäre sowie die Gedanken- und Meinungsfreiheit.
* Massenhafte Überwachung behandelt jeden einzelnen Bürger als Verdächtigen. Sie zerstört eine unserer historischen Errungenschaften, die Unschuldsvermutung.
* Überwachung durchleuchtet den Einzelnen, während die Staaten und Konzerne im Geheimen operieren. Wie wir gesehen haben, wird diese Macht systematisch missbraucht.
* Überwachung ist Diebstahl. Denn diese Daten sind kein öffentliches Eigentum: Sie gehören uns. Wenn sie benutzt werden, um unser Verhalten vorherzusagen, wird uns noch etwas anderes gestohlen: Der freie Wille, der unabdingbar ist für die Freiheit in der Demokratie.

WIR FORDERN DAHER, dass jeder Bürger das Recht haben muss mitzuentscheiden, in welchem Ausmaß seine persönlichen Daten gesammelt, gespeichert und verarbeitet werden und von wem; dass er das Recht hat, zu erfahren, wo und zu welchem Zweck seine Daten gesammelt werden; und dass er sie löschen lassen kann, falls sie illegal gesammelt und gespeichert wurden.
WIR RUFEN ALLE STAATEN UND KONZERNE AUF, diese Rechte zu respektieren.
WIR RUFEN ALLE BÜRGER AUF, diese Rechte zu verteidigen.
WIR RUFEN DIE VEREINTEN NATIONEN AUF, die zentrale Bedeutung der Bürgerechte im digitalen Zeitalter anzuerkennen und eine verbindliche Internationale Konvention der digitalen Rechte zu verabschieden.
WIR RUFEN ALLE REGIERUNGEN AUF, diese Konvention anzuerkennen und einzuhalten.“

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Sichtbare Dichtung: Poetryfilm Teil 3

Weiter unten findest du Teil 1 und Teil 2 meiner kleinen Reihe zur Sichtbaren Dichtung. Nur Mut zum Scrollen!

Die in Berlin lebende Filmemacherin Ebele Okoye hat das Gedicht „meine heimat“ (es steht in meinem zweiten Band Streumen<) zu einem berückend schönen Kurzfilm verarbeitet. Darin kommt sogar das Tempelhofer Flugfeld in Berlin vor. Heute wird es als Park genutzt, es gibt in Berlin keine einzige Stelle, an der man gleichzeitig so viele Flugdrachen bei der Arbeit betrachten kann. Und ich wohne ganz in der Nähe. Viel Spaß beim Ansehen, Film ab!

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Sichtbare Dichtung: Poetryfilm Teil 2

Hier kommt ein schöner, stiller Poetryfilm von Marlen Pelny und Beate Kunath zu einem Gedicht von mir, das in Streumen nachzulesen ist. Sonderbarerweise habe ich in der Zeit, als sie den Film drehten (und mir nichts von seinem genauen Inhalt verrieten), zum ersten Mal in meinem Leben Kraniche in meiner Heimat entdeckt. Dabei verläuft ihre Fluglinie eigentlich weiter östlich.

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