Allgemein

Klingel

  • »Im Orkan« gibt es jetzt als Hörbuch, gelesen von Ulrike Almut Sandig
    ISBN 978-3-69097-994-8
    Überall im Netz, wo es hörbare Literatur gibt. Zum Beispiel auf Audible oder direkt bei Schöffling & Co.

  • »Ein gewaltiger Sandsturm erhob sich, der sich hoch bis zum Himmel erstreckte, einem schrecklichen Riesen vergleichbar.« Lesja Ukrajinka

    ISBN 978-3-69097-009-9 / ISBN 978-3-7317-0039-5
    Erhältlich als Hardcover und E-Book. Mehr Infos gibt es hier.

  • In der FAZ: Reportage über die brennende Gohrischheide in Sachsen / Brandenburg – mit Tonnen alter Munition im Boden
  • The American Literary Translators Association (ALTA) announces:
  • Wie übersetzt man eine Nationalhymne? Wo liegen die Grenzen meiner Sprache? Ist Rilke partytauglich?

    Vielleicht gibt es zwei Arten des Lesens. Die eine ist die Suche nach Bestätigung des eigenen Weltbildes. Das hat seine Berechtigung. Es empowert. Die andere ist ein Suchen ohne bestimmtes Ziel, das einen mit echten Funden belohnt. Diese Art des Lesens befreit mich vom eigenen beschränkten Blick. Außerdem hat sie eine steile Lernkurve. Lesend begreife ich, wie es sich anfühlt, keinen deutschen Pass zu haben, der Mehrheitsgesellschaft nicht anzugehören oder auch nur: nicht ich selbst zu sein.
    In den sechs Folgen meiner Kolumne stelle ich Euch mir Lieblingsgedichte aus aller Welt vor und frage danach, wie das Kunststück gelingen kann, Poesie so ins Deutsche zu übersetzen, dass sie die Leerstellen unserer eigenen Kultur füllen können wie Originale. Meine Weltreise geht kreuz und quer über den Globus – und weil Poesie manchmal auch Zeitmaschine ist, auch durch die Epochen.
    Ihr findet meine Kolumne auf Deutschland #nofilter, dem Online-Magazin des Goethe-Instituts. Hier klicken.

  • Aber hi! Neuer Film des Poesiekollektivs Landschaft
    https://www.youtube.com/watch?v=qbtmam4vW_s

    Poesiekollektiv Landschaft auf Facebook & Instagram & Bandcamp & Youtube & Spotify & Amazon Music & Deezer

    ins lichtblaue nämlich mit zärtlichen Schwalben
    im Dunkel vernehm ich die Vogeltonalben

    des Frühlings in diesem finsteren Jahr.
    Friederike (sie war doch gerade noch da?)

    grüßte den wirbelnden Rittersporn: hi!
    aber ich bin voll Zorn und verliere den Faden

    für mein mützchen v. fury, bin so im diamond.
    über uns beiden süsz verbeult schwankt

    der Vollmond v. gestern und mitten in seinen Pupillen
    schwarz wie dein Haar, sitzen zwei Schwestern:

    die Liebe und die geschliffene Anmut v. Sprache
    und leuchten uns einen Weg durchs                    

    Wäldchen im Herzen = dunkles Jahrzehnt
    v. fury und Furcht. aber hi! trotzdem tanz ich

    trotzdem schreibe ich munter: Schwertlilienmonat
    2022, Kriegswoche 16, Weltseele kopfunter

    nach Friederike Mayröcker

  • «Monsters like us» longlisted for Dublin Literary Award 2024

    Translated from the original German by Karen Leeder
    Published by Seagull Books, Calcutta New York London 2022.

    About the book: Monsters Like Us is the story of old friends Ruth and Viktor in the last days of Communist East Germany. They are inseparable since kindergarten, but are forced to go their different ways to escape their difficult childhood: Ruth into music and the life of a professional musician; Viktor into violence and a neo-Nazi gang. Monsters Like Us is a story of families, a story of abuse, a story about the search for redemption and the ways it takes shape over generations. More than anything, it is about the stories we tell ourselves about who we are, and who we want to be.

    Nominating Library Comment: Ruth is a concert pianist and often booked and on the road. Privatly she suffers from a difficult relationship with her violent boyfriend Voitto. In throwbacks we learn about her childhood in the opencast mining area of Saxony during the time of the GDR, overshadowed by sexual abuse and violence. Only Viktor, her long time friend, knows what has happened to Ruth. After the peaceful revolution in 1989 he becomes a Skinhead `til he manage to change his mindset. Viktor moves to Paris and gets payrolled by a wealthy family. When Ruth arrives in Paris to play a gig we’ve come full circle. Monster is the first novel by Ulrike Almut Sandig. The slightly dark story makes one think about what abuse and violence causes in a child. In a way this novel is also a tribute to music as an universal cure. (Nominating Library Leipziger Stadtbibliotheken)

  • „Wir essen die Bestie, das macht uns zum Surfen so frei“ Hinemoana Baker in FUNKHAUS (übersetzt von Ulrike Almut Sandig)

    Ein Hit ist keiner 

    Das Polaroid treibt Zweige aus, Kolor und
    Cousinen, Flüsse, Berge wirbeln herum und posieren
    auf hohem High Heel
    rotem Teppich. Wir fühlen alle das Schlagen des Regens

    und der Gerechtigkeit ha ha ha, wir verlieben uns in Hip
    Hop und entlieben uns von Pipelines.
    Wir wissen, wir dürfen das Passwort, den Schnitzmeister
    die Achtziger, die Skylines nicht vergessen.

    In den Himmel geschnitzt, in Museen geboren sind wir.
    Menschen gehen sich gern selbst besuchen, also
    kommen sie wieder und wieder ins Museum
    und spießen und handarbeiten in Echtzeit.

    Ins Land gewandert, altes Geld.
    Die Sommerferien sind lang und Erinnerungen
    Jahrhunderte auch, ha ha ha.
    Das Mana unserer Wāhine, die Wehi, die Wana.

    Unsere Schärpen, sagen sie, sind zu hellblau
    und ein Hit ist keiner, und zwei sind wie einer.
    Wir sind Schichten und leuchten slay überall, alle.
    Tapa, Tatau, Taaniko, Dämonen.

    Bittet mich nicht für Nationen zu sprechen, wir streichen
    den Hass von unseren Haarreifen mit Licht.
    Wir zogen uns selbst raus, wirklich scheißweit heraus
    und Passagiere nahmen wir auch mit

    von der Küche der Wunder zum Wānangananga.
    Schreibt dies mit, schreibt diesen Motherfucker auf:
    den Absolventen, den Groove, den Rangatiratanga.
    Brecht mit dieser Fantasie, weckt euch bitte alle auf.

    Wir essen die Bestie, das macht uns zum Surfen so frei.
    Man hacke die hui und schlucke das fleisch
    und wurzel, hör zu, brutzel und muskel, geschichte und schul uns
    und hai uns und knarre und fluch.

    Aus dem neuseeländischen Englisch von Ulrike Almut Sandig.

  • Single Release des Poesiekollektivs Landschaft -Bavovna (Remix)

    Poesiekollektiv Landschaft auf Facebook & Instagram & Bandcamp & Youtube & Spotify & Amazon Music & Fanlink

    https://www.youtube.com/watch?v=PrsHGBTaue8

    Dieser neue Poesiekollektiv Landschaft Song ist ein zärtliches Kampflied für den Mut zur militärischen Gegenwehr in Zeiten des Krieges. Bavovna bedeutet übersetzt Baumwolle. In der Ukraine wird dieser Begriff als Metapher für den militärischen Widerstand gegen die russische Armee verwendet. Unser Bavovna ist ein Remix aus dem Album Ukrainian Songs of Love and Hate von Irena Karpa, Lyuba Yakimchuk, Grigory Semenchuk & Yuriy Gurzhy . Ab sofort gibt es ihn in allen Apps, Streamingplattformen & überall da, wo ihr digital Musik hört.

    Lyrik ⚪ Lyuba Yakimchuk & Irena Karpa
    Deutsche Fassung ⚪ Ulrike Almut Sandig & Claudia Dathe
    Vocals ⚪ Ulrike Almut Sandig & Irena Karpa
    Komposition ⚪ Yuriy Gurzhy
    Remix ⚪ Grigory Semenchuk
    Recordings ⚪ Studio Klangkosmonauten Berlin
    Mastering ⚪ Шпиталь Рекордс
    Video ⚪ Sascha Conrad
    English subtitles ⚪ Karen Leeder
    Kuration ⚪ Oksana Shchur

    Eine Produktion des Poesiekollektivs Landschaft, 24. Februar 2023

  • Aber hi! Der neue Song des Poesiekollektivs Landschaft handelt von fury & furcht im Jahr 2022.

    Ihr findet Aber Hi! auf Spotify & Apple Music & deezer & Youtube Music & überall, wo ihr digital Musik hört. Nach einem Gedicht von Friederike Mayröcker.

    Electronics Grigory Semenchuk
    Sackpfeife (Duda) Vsevolod Sadovyj
    Coverdesign Sascha & Stefanie Conrad
    Eine Produktion des Poesiekollektivs Landschaft

    Besucht das Poesiekollektiv Landschaft auf Facebook & Instagram & Youtube & Bandcamp

  • «sag: leuchtende Schafe. leuchtende Schafe. / leuchtende Schafe, Friedrich. // und jetzt schlafe / ein.»
    https://www.youtube.com/watch?v=b3gUsuKwbyk

     «Die Allerschaffende wieder: Ulrike Almut Sandig, Dichterin, Erzählerin, Vortrags-, Klang- und Videokünstlerin [Anm. d. Autorin: Videos von Sascha Conrad / Poesiekollektiv Landschaft], hat zwei Jahre nach ihrem ersten Roman Monster wie wir und sechs Jahre nach ihrem letzten Lyrikband eine neue Sammlung von Gedichten vorgelegt. Zwiesprachen, Anrufungen, Sprachbilder, die auch auf den Seiten gesetzt Grafiken ergeben, ganze Zyklen von Gesängen finden sich in Leuchtende Schafe. Und als wäre das noch nicht genug, erfährt der Band eine Ausweitung in einigen Videos im Netz, auf denen sich die Dichterin als Performerin zeigt, die ihre Texte illustriert, illuminiert, konterkariert. […] Es liegt ein Zauber in ihnen, ein Gegenzauber vielleicht. Sprachvertrauen. […] Ulrike Almut Sandigs Dichtkunst schenkt ihren Lesern Freiheit.» Fridtjof Küchemann, F.A.Z.

  • Diary // Mit dem Poesiekollektiv Landschaft in Oxford gewesen.

    Poesiekollektiv Landschaft auf Instagram // bei Schöffling & Co. // auf Bandcamp // auf Facebook

    Oktober 2022 // Oxford! Du warst Paralleluniversum. Das Wild in Deinen Parks, der Heißluftballon darüber, wir waren hier, das Poesiekollektiv Landschaft mit einem gut besuchten Konzert in der Old Fire Station, Oxford, und dann Deine vielen Türen, Talare und jahrhundertealte Teppiche, über die wir mit meiner liebsten Übersetzern Karen Leeder – neuer Inhaberin des Taylor-Schwartz-Chairs am Queens College – gingen, Karens Antrittsvorlesung über Durs Grünbein und die Zerstörung Dresdens, und dann wieder Türen, formal Dinner, zu dem Sascha Conrad sich eigens einen Anzug gekauft hatte, aber der hatte sich doch gelohnt, oder is poetry an obstacle? Ein obstacle immerhin der Übungsalarm im Queens College, in dem Grigory Semenchuk schlief, und wie er dem Sicherheitsbeamten sagte: I am Ukrainian, I have plenty of exercise already. Can I please go back to my bed? Oxford, wie Du so heil wirkst im Vergleich zur wunden Welt. Und ich so im Gespräch mit einem Pathologen, der Gottfried Benn nicht kannte, über Philip Larkin und die bescheidene Verhältnismäßigkeit des eigenen Wissens, und ich noch so mit den schüchternen Augen der Jugendlichen in unseren Poetryworkshops im Herzen, und wie sie sich, kaum offen, wie Blütenkelche am Abend wieder verschlossen hatten, weil eine Lehrerin den Raum betreten hatte. Oxford! Dass man Mut braucht fürs Lernen, fürs Wachsenwollen. Oxford! Ich bin dann mal weg, sitzen schon im Heißluftballon, okay nein, im Flieger. Kommen wieder.

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Zunder Reloaded

Bevor mein nächstes Buch im Februar 2010 bei Schöffling & Co. herauskommt („Flamingos“ wird es heißen, Geschichten werden drin sein, das Cover hab ich schon gesehen, aber darum geht es hier noch gar nicht), wird noch einmal gekokelt. Es geht um die Neuauflage meines ersten Gedichtbandes „Zunder“, der schon länger vergriffen war. Jetzt ist „Zunder“ wieder zu haben, und das gleich mit zwei Überraschungen. Die erste: Das Buch gibt es nicht nur in Broschur, sondern in ein paar Wochen auch im Hardcover. Rotes Leinen! Bin selber gespannt. Es wird eine limitierte Ausgabe, die Sie darum am besten direkt bei der Connewitzer Verlagsbuchhandlung bestellen. Die zweite Überraschung: Fast alle Gedichte darin haben sich verändert. Warum? Zunderprinzip, geht nicht mit allen Büchern, also bitte nicht nachahmen. Ein Beispiel finden Sie in der Vorratskammer dieser Website. Viel Spaß beim Vergleichen!

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Bitte beachten!

Erdbeereis sollte auf dem Balkon verzehrt werden. Vorzugsweise im Kern- oder Halbschatten, denn pralles Sonnenlicht ist der Süßspeise nicht zuträglich. Ist kein Balkon zur Hand, kann das Erdbeereis auch auf der Autobahn verzehrt werden. Die Lichtverhältnisse sind unbeständiger als auf dem Balkon, bleiben für den Zustand Ihrer Süßspeise aber folgenlos. Halten Sie beim Verzehr den Straßenverkehr im Blick, es wäre schade um Sie und Ihr Erdbeereis. Sind weder Autobahn noch Balkon zur Hand, haben Sie ein Problem. Der Verzehr von Erdbeereis in der Wüste empfiehlt sich unter keinen Umständen. Ihre Süßspeise würde schmelzen, schrecklich schmelzen, Nachschub wäre nur unter Schwierigkeiten zu beschaffen und von Gewitterausbrüchen aus heiterem Himmel schweigen wir besser gleich, es wäre schrecklich.

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Der Langstreckenflieger unter den Literaturzeitschriften: EDIT

EDIT ist kein Papierflugzeug. EDIT ist ein tolles Magazin. Ich weise Sie alle noch einmal darauf hin, es bitte demnächst zu lesen.
Ich kann Behauptungen dieser Art jetzt ungezwungen loswerden, weil ich seit einer Woche nicht mehr in der Redaktion bin und das hier also nicht unter Eigenwerbung läuft. Mein Nachfolger heißt Hannes Becker und ist schwer in Ordnung. Sein Kollege Jan Kuhlbrodt ist das auch. Ich weiß das, weil er auch mein Kollege gewesen ist. Im Cockpit sitzt Mathias Zeiske als neuer Geschäftsführer, ebenfalls schwer in Ordnung. Ich wünsche guten Flug durch die oberen Luftschichten der neuen deutschsprachigen Literatur.

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Abschlucken

In den letzten vier Monaten habe ich kiloweise Kaugummi gekaut, natürlich gut portioniert, denn man soll das Maul nicht zu voll nehmen und Kaugummi hilft gegen Lampenfieber. Anlässe zu Lampenfieber boten sich genug, und also habe ich meine Methode perfektioniert: etwa vier Stunden vor dem Auftritt den ersten Streifen einschieben, dann stündlich nachlegen. Alter raus, neuer rein. Langsam, regelmäßig und ausdauernd kauen. Erst unmittelbar vor dem Sprung auf die Bühne abschlucken. Ja, abschlucken. Die Kaumasse abschlucken. Runter mit dem Lampenfieber. Meistens hilft das. Was ich außerdem gelernt habe:

  1. Dylan Thomas ist unglaublich.
  2. Preise machen manchmal froh und manchmal panisch.
  3. Wann sie was machen, bleibt geheim.
  4. Ich werde nicht besser. Ich werde ausdauernder.
  5. Besser und schlechter gibt es nicht.
  6. Hunde sind wichtiger als Preise.
  7. Rutger Kopland ist unglaublich.

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HÖRSPIEL HÖRSPIEL

„Manchmal fangen Geschichten damit an, dass jemand ein Baby bekommt. Manchmal enden sie damit, dass jemand von einer Brücke fliegt. Das ist natürlich nicht echt. In Wirklichkeit geht es immer weiter. Es hört einfach nicht auf.“ Mein Hörspiel heißt „Hush little Baby“ und handelt von einem Jungen mit Doppelnamen, der eigentlich mehr als ein einziger Junge ist – er ist Kai und er ist Arno, er ist immer zu zweit. Es fängt 18:20 Uhr im SWR2 an. Wer SWR2 nicht empfängt, kann auch life im Webradio [http://www.swr.de] mithören. Die Regie hat Robert Schoen geführt, die Kompositionen stammen von Peter Kaizer. Und geschrieben hab ich‘s.

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