Bombing of poems

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Am 28. August 2010 regnete es über dem Berliner Lustgarten lauter Gedichte. Ein Helikopter streute 100.000 Lesezeichen mit Gedichten von 80 Autoren aus Deutschland und Chile auf den Platz zwischen Berliner Dom, Zeughaus und Altem Museum. „Poetry Rain“ war eine Aktion der chilenischen Künstlergruppe Casagrande zusammen mit der Literaturwerkstatt Berlin – gegen Krieg und für Aussöhnung. So gern wär ich dabei gewesen. Aber ich war ja dabei, nur eben auf dem Papier.

streumen

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… ist ab sofort wieder zu haben, zum Beispiel bei TUBUK. Viel Spaß beim Streumen.

So schreibt man Heiner Müller

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… auf Serbisch, habe ich vor ein paar Tagen gelernt. Was habe ich noch gelernt? Dass serbische Autoren gern mit kroatischen, slowenischen usw. Autoren zusammensitzen. Mit und ohne Schnaps. Dass Belgrad im Herzen eine europäische Stadt ist, nur eben noch ein bisschen mehr. Dass „Balkan“ kein Schimpfwort mehr sein darf. Dass eine eigentlich zweistündige Autofahrt von Belgrad nach Pécs sieben Stunden dauern kann, wenn man über Kroatien fährt. Und dass „European Borderlands“ nicht bedeutet, dass ein Land, das knapp außerhalb der EU liegt, nicht mehr zu Europa gehört.

Nachricht an alle

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… die beim Publikumsvoting der Wochenzeitung „Freitag“ für mich gestimmt haben: Danke! Mein Buch „Flamingos“ befindet sich jetzt auf der Hotlist der fünfzehn Bücher, die für den Preis der Unabhängigen Verlage nominiert sind. Aus diesen Titeln wird nun der Gewinner ermittelt und während der Frankfurter Buchmesse bei einem Festakt im Rahmen der Party der Jungen Verlage am Abend des 8. Oktober bekannt gegeben. Grund zu feiern ist aber schon die Tatsache – und das klingt jetzt banal, ist aber nicht selbstverständlich – dass es unabhängige Verlage überhaupt gibt.

„Mein Gott“, sagt Jawad, als er zu Ende erzählt hat. „Wenn ich nicht wüsste, dass all das wahr ist, würde ich denken: was für eine übertriebene Geschichte.“

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Dieser Satz ist gerade in einem Artikel auf Spiegel Online zu lesen. Und in der taz stand gestern: „Die Deutschen spenden zu wenig für die pakistanischen Flutopfer, viel weniger als nach dem Erdbeben auf Haiti oder nach dem Tsunami. Sagt Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Sagt die Diakonie. Sagt Caritas. Sagt so ziemlich jeder, der irgendwie damit befasst ist.“

Lasst uns doch einfach das Gegenteil beweisen. Überweist Eure Unterstützung am besten an das Bündnis Entwicklung Hilft. Das ist ein Zusammenschluss von Brot für die Welt, terre des hommes, der Welthungerhilfe, Miserior und medico international, die alle über das DZI-Spendensiegel verfügen, das eine transparente und effiziente Verwendung der Spendengelder garantiert. Und hier geht es zum Spendenformular. Danke.

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Am Sonntag spielt Marlen Pelny in der Peritzer Kirche neue Songs, ich lese aus den Flamingos und am Schluss machen wir was zusammen. Das klingt dann ungefähr so:

17:30 Uhr geht es los. Kommet zuhauf, Psalter und Harfe wacht auf. Sollten Sie aber nicht wissen, wo Peritz sich befindet, dann bleiben Sie doch zu Hause und hören ab 18:20 das Hörspiel „Hush little Baby“ auf SWR2, und hier geht es zum Webradio.

Das hier ist kein vernünftiger Eintrag:

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hier sind die Tiere. hier sind die Hütten aus Stroh. wo keiner was aufsagt, wo kei­ner da ist, der’s aufschreiben wird, wo die Sprache ein Pferd ist mit Schaum vor dem Mund, wo einer die Zügel verramscht hat, wo dein eignes verrücktes, blutjunges Tier am Straßenrand steht, wo’s scharrt mit den Hufen und immer dann durchgeht, wenn unsere Lider gleichzeitig zucken und ein Dritter mit seinen Augäpfeln rollt, wo’s durchgeht und neben der Straßenmarkie­rung zum Bildrand hin klein wird, kleiner und dahin verschwindet, wo Licht brennt, wo welche wohnen. genau dort sind die grell bunten, klingenden Pferde. dort sind die Hütten aus Stroh. mein Schlaf, deine Ohren, mein Jagdlied – sei still! dort warn wir richtig. dort warn die Hütten aus Stroh.

Unter Wasser

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Anja sagt: Ich bin nicht blind!
Iris sagt: –
Anja sagt: Sag das nie wieder, dass ich blind wär oder so!

Mein neues Hörspiel ist fertig, es heißt genau wie der Titel dieses Artikels und handelt vom Blindsein, von Schuberts Winterreise, von einem koffeinsüchtigen Musikschullehrer und von einer Freundschaft zwischen ungleichen Mädchen. Am 11. April wird es ab 18:20 vom SWR2 urgesendet, und hier geht es zum Lifestream. In den Hauptrollen Julia Hummer, Effi Rabsilber und Matthias Brandt. Regie: Judith Lorentz. Komposition: Lutz Glandien. Und Udo Lindenberg kommt auch irgendwie vor.

Für alle, die am Sonntag keine Zeit haben, steht „Unter Wasser“ danach eine Woche lang zum Download bereit, und zwar genau hier.

Flamingos Hurra

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Jedes Buch fühlt sich an wie das erste. Dieses hier ist das dritte und trägt den Titel „Flamingos“, obwohl es nicht um Vögel geht, und es ist tatsächlich ein Debüt – mein erster Erzählband. Aus logisch nicht nachvollziehbaren Gründen trage ich das Buch mit dem [sic!] Leineneinband andauernd mit mir herum und lege es meinen Gesprächspartnern ohne Vorwarnung vor die Kaffeetasse. Das sollten Sie auch machen. Für alle, die nicht die Katze im Leinensack kaufen wollen, habe ich eine kurze Leseprobe zu den Vorräten, eine erste Rezension zu den Meinungen unterm Namensschild und zwei lange Hörproben zu den Kamellen gestellt. Also, Sie wissen Bescheid.