Bitte beachten!

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Erdbeereis sollte auf dem Balkon verzehrt werden. Vorzugsweise im Kern- oder Halbschatten, denn pralles Sonnenlicht ist der Süßspeise nicht zuträglich. Ist kein Balkon zur Hand, kann das Erdbeereis auch auf der Autobahn verzehrt werden. Die Lichtverhältnisse sind unbeständiger als auf dem Balkon, bleiben für den Zustand Ihrer Süßspeise aber folgenlos. Halten Sie beim Verzehr den Straßenverkehr im Blick, es wäre schade um Sie und Ihr Erdbeereis. Sind weder Autobahn noch Balkon zur Hand, haben Sie ein Problem. Der Verzehr von Erdbeereis in der Wüste empfiehlt sich unter keinen Umständen. Ihre Süßspeise würde schmelzen, schrecklich schmelzen, Nachschub wäre nur unter Schwierigkeiten zu beschaffen und von Gewitterausbrüchen aus heiterem Himmel schweigen wir besser gleich, es wäre schrecklich.

Der Langstreckenflieger unter den Literaturzeitschriften: EDIT

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EDIT ist kein Papierflugzeug. EDIT ist ein tolles Magazin. Ich weise Sie alle noch einmal darauf hin, es bitte demnächst zu lesen.
Ich kann Behauptungen dieser Art jetzt ungezwungen loswerden, weil ich seit einer Woche nicht mehr in der Redaktion bin und das hier also nicht unter Eigenwerbung läuft. Mein Nachfolger heißt Hannes Becker und ist schwer in Ordnung. Sein Kollege Jan Kuhlbrodt ist das auch. Ich weiß das, weil er auch mein Kollege gewesen ist. Im Cockpit sitzt Mathias Zeiske als neuer Geschäftsführer, ebenfalls schwer in Ordnung. Ich wünsche guten Flug durch die oberen Luftschichten der neuen deutschsprachigen Literatur.

Abschlucken

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In den letzten vier Monaten habe ich kiloweise Kaugummi gekaut, natürlich gut portioniert, denn man soll das Maul nicht zu voll nehmen und Kaugummi hilft gegen Lampenfieber. Anlässe zu Lampenfieber boten sich genug, und also habe ich meine Methode perfektioniert: etwa vier Stunden vor dem Auftritt den ersten Streifen einschieben, dann stündlich nachlegen. Alter raus, neuer rein. Langsam, regelmäßig und ausdauernd kauen. Erst unmittelbar vor dem Sprung auf die Bühne abschlucken. Ja, abschlucken. Die Kaumasse abschlucken. Runter mit dem Lampenfieber. Meistens hilft das. Was ich außerdem gelernt habe:

  1. Dylan Thomas ist unglaublich.
  2. Preise machen manchmal froh und manchmal panisch.
  3. Wann sie was machen, bleibt geheim.
  4. Ich werde nicht besser. Ich werde ausdauernder.
  5. Besser und schlechter gibt es nicht.
  6. Hunde sind wichtiger als Preise.
  7. Rutger Kopland ist unglaublich.

HÖRSPIEL HÖRSPIEL

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„Manchmal fangen Geschichten damit an, dass jemand ein Baby bekommt. Manchmal enden sie damit, dass jemand von einer Brücke fliegt. Das ist natürlich nicht echt. In Wirklichkeit geht es immer weiter. Es hört einfach nicht auf.“ Mein Hörspiel heißt „Hush little Baby“ und handelt von einem Jungen mit Doppelnamen, der eigentlich mehr als ein einziger Junge ist – er ist Kai und er ist Arno, er ist immer zu zweit. Es fängt 18:20 Uhr im SWR2 an. Wer SWR2 nicht empfängt, kann auch life im Webradio [http://www.swr.de] mithören. Die Regie hat Robert Schoen geführt, die Kompositionen stammen von Peter Kaizer. Und geschrieben hab ich‘s.